Von Fuerteventura einen Ausflug nach Lanzarote unternehmen: Die benachbarte Kanarische Insel ist von Fuerteventura aus ein ideales Ziel für einen Tagesausflug. Warum Lanzarote immer einen Ausflug wert ist, klären wir jetzt.

Wenn man Urlaub auf Fuerteventura macht, bietet es sich förmlich an, gleich noch einer anderen Kanarischen Insel einen Besuch abzustatten. Aufgrund der exzellenten Erreichbarkeit und der guten Verbindungen bietet sich ein Ausflug nach Lanzarote förmlich an. Die karge Landschaft hat einige Highlights zu bieten, insbesondere den Besuch des Timanfaya Nationalparks solltest Du unbedingt auf Deine Agenda setzen. Was Lanzarote noch an Sehenswürdigkeiten zu bieten hat und wie sich die Anreise gestaltet, erläutern wir an dieser Stelle.

So gelingt die Anreise nach Lanzarote

Vorweg sei gesagt: Planst Du von Fuerteventura aus einen Ausflug nach Lanzarote, solltest Du dafür einen gesamten Tag einplanen. Diese Zeit benötigst Du, um die Insel stressfrei zu erkunden – alles Sehenswerte bekommt man ohnehin nicht in einen einzigen Tag gepackt. Als Ausgangspunkt für den Trip nach Lanzarote fungiert der Hafen in Corralejo. Von hier aus verkehren regelmäßig Autofähren nach Playa Blanca. Verbindungen zwischen den beiden Inseln gibt es mehrmals täglich, die beiden Unternehmen Fred Olsen und Naviera Armas zeichnen für den Transport verantwortlich. Die Überfahrt schlägt für Hin- und Zurück inklusive Auto mit etwa 80 Euro zu Buche. Tickets für die Fähre kannst Du direkt vor Ort am Verkaufsschalter erwerben. Zu stark nachgefragten Zeiten solltest Du jedoch ein wenig zeitlichen Puffer einplanen, da die Warteschlangen mitunter lang sein können.

Ob man mit einem Mietwagen oder per organisiertem Ausflug die Insel erkunden möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile. Mit dem Mietwagen ist man deutlich flexibler, stellt sich sein eigenes Rahmenprogramm zusammen, muss aber zugleich seinen Ausflug komplett selbstständig organisieren. Zudem untersagen die Mietwagenanbieter in ihren Geschäftsbedingungen oftmals die Überfahrt auf eine andere Insel.

Der Vorteil einer organisierten Reise ist das meist gut gewählte Rahmenprogramm, das viele Sehenswürdigkeiten enthält. Zudem erfährst Du so interessante Geschichten und Fakten von erfahrenen Reiseleitern, die einem sonst in vielen Fällen entgehen würden. Dafür ist man immer an einen strikten Zeitplan gebunden. Als ich Lanzarote vor einigen Jahren besuchte, wählte ich einen organisierten Ausflug, obwohl ich einen Mietwagen auf Fuerteventura zur Verfügung hatte – und würde die Entscheidung vermutlich auch wieder so treffen.

Diese Sehenswürdigkeiten bietet Lanzarote

Timanfaya Nationalpark: Tolle Vulkanlandschaft

Timanfaya Nationalpark in Lanzarote

Der unterirdische Hitze reicht aus, um einen Heuballen anzuzünden.

Diesen Nationalpark mit seiner spektakulären Vulkanlandschaft solltest Du Dir nicht entgehen lassen. Der Park lässt sich mit dem Auto erreichen, der Weg dorthin ist gut ausgeschildet. Geöffnet ist die Anlage täglich von 9 bis 17 Uhr, das Eintrittsgeld beträgt etwa acht Euro und wird direkt vor Ort entrichtet. Parkplätze stehen zwar in ausreichender Anzahl zur Verfügung, doch für den Besuch der Vulkanlandschaft musst Du selbigen ohnehin abstellen – hier geht es wahlweise nur mit Bussen oder Kamelen weiter. Im Bus direkt gibt es per Lautsprecher interessante Erklärungen in verschiedenen Sprachen. Spannend: Die unterirdische Hitze genügt auch heutzutage noch, um gar einen Heuballen zu entzünden. Entsprechende Vorführungen werden regelmäßig angeboten und solltest Du Dir keinesfalls entgehen lassen.

Cesar Manrique prägte Lanzarote wie kein Zweiter

Pool im Haus von César Manrique

Der Swimming-Pool im Anwesen von César Manrique.

Auch wer nichts mit Kunst am Hut hat, so wie der Autor dieser Zeilen, wird bei seinem Besuch auf Lanzarote kaum um seinen Namen herum kommen – Cesar Manrique, der die Insel wie kaum ein Zweiter prägte. Der Künstler hat Lanzarote seinen ganz eigenen Stempel aufgedrückt, der sich an vielen Stellen bewundern lässt. Massentourismus war ihm stets ein Dorn im Auge, den Kampf gegen die Auswüchse führte er lange Zeit recht erfolgreich. Und gerade seine einstige Residenz ist heute eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote – einen Besuch solltest Du Dir keinesfalls entgehen lassen.

Sein Haus besteht aus zwei Stockwerken, gegen Entgelt kann sein früheres Domizil besichtigt werden. Insbesondere die unterirdische Ebene mit einem Garten und einem weißen Schwimmbecken sollte man auf keinen Fall verpassen. Die grottigen Räume von von Manrique kreiert, in einem Zimmer steht gar ein künstler Baum – mit einer Krone, die durch ein Loch aus der Decke ragt. Alle fünf Lavablasen wurden vom Künstler individuell gestaltet. Angeblich wurde Manrique durch einen Feigenbaum auf die Lavablasen aufmerksam. Besichtigt werden kann sein Domizil inklusive Kunstausstellung täglich für einen Eintrittspreis von acht Euro.

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