Die Villa Winter auf Fuerteventura befindet sich in der Nähe des Ortes Cofete. Viele Mysterien und Gerüchte ranken sich um das Gebäude, das nach einem deutschen Ingenieur benannt wurde. Wir erläutern, was hinter dieser sagenumwobenen Villa Winter steckt und warum Du diese Sehenswürdigkeit unbedingt einplanen solltest.

Die Villa Winter wurde 1936 errichtet, besteht aus zwei Stockwerken und befindet sich in der Nähe von Cofete. Namensgeber für die Villa war der deutsche Ingenieur Gustav Winter, der 1893 im Schwarzwald geboren wurde. In einem Interview kurz vor seinem Tod gab Winter dem Magazin Stern gegenüber als Errichtungsjahr 1958 an. Außerdem sei Winter laut eigener Aussage ein Liebhaber der Natur gewesen. Die abgelegene und schwer erreichbare Lage der Villa Winter soll nicht zuletzt aufgrund dieser Vorliebe ihren Ursprung haben. Mitunter wird die Villa Winter auch als „Feriendomizil eines deutschen Generals“ erwähnt.

Villa Winter: Die vermeintliche Rolle im 2. Weltkrieg

So oder so ranken sich nach wie vor viele Gerüchte und noch mehr Mysterien um das geheimnisvolle Haus. Die Villa sollte während des Zweiten Weltkriegs angeblich die Errichtung eines geheimen U-Boot-Hafens ermöglichen. Auch angebliche Nazigrößen sollen seinerzeit Unterschlupf gefunden haben, ehe sie zum Ende des Zweiten Weltkriegs oder sogar darüber hinaus nach Südamerika verlagert wurden. Derlei Spekulationen konnten aber nie mit Fakten untermauert, aber auch nicht widerlegt werden. Vermeintliche Indizien wie überdimensionierte Stromleitungen oder überdicke Wände ließen sich vielmehr auf technische Verfügbarkeiten zurückführen, die damals nicht unüblich waren.

Villa Winter besichtigen: Für Touristen geöffnet

Angeblich wollte Winter auch eine Tomatenplantage errichten, doch aufgrund der eher fragwürdigen landwirtschaftlichen Voraussetzungen in der Region wird bezweifelt, ob der Ingenieur das Gemüse wirklich anbauen wollte. In den 90er Jahren wurde die Villa Winter schließlich von einem spanischen Bauunternehmen erworben, die Rechtmäßig dieses Vertrags war jedoch äußerst strittig, da auch die Nachfahren von Gutav Winter seinerzeit Ansprüche auf das Land und die Villa anmeldeten. Derzeit befindet sich das Haus im Besitz der Gemeinde Pajara, die das Anwesen den Erben Winters abkaufte. Mittlerweile kann die Villa Winter gar teilweise besichtigt werden – unter anderem der Innenhof und ein Gebäudeteil lassen sich besichtigen. Ausgestellt sind unter anderem landwirtschaftliche Geräte, insbesondere für die Produktion von Ziegenkäse.

Anfahrt Villa Winter: Besser mit dem Geländewagen

Die Anreise lässt sich ohne größere Hürden überwinden. Falls Du einen Ausflug zur Villa Winter planst, solltest Du bedenken, dass die letzten Kilometer Straße nicht asphaltiert sind. Das heißt, man erreicht diese Sehenswürdigkeit lediglich über eine Schotterpiste, die überaus holprig zu befahren ist. Ein Geländewagen wird empfohlen, da sich der Weg damit deutlich besser und bewältigen lässt. Wir sind zwar damals mit einem normalen Mietwagen angereist, aber insbesondere aus versicherungstechnischen Gründen sollte man auf eine Anreise mit einem normalen Mietwagen im Zweifel eher verzichten. Meist ist das Befahren von nicht asphaltierten Straßen untersagt.

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